Tipps für bessere Portraitfotos: Belichtungsmessung

Wie schon angekündigt werde ich mich hier im Blog als erstes mit dem Thema Portraitfotografie beschäftigen. Wer meine Fotos im Bereich der Fotoshootings kennt, wird wahrscheinlich recht schnell ein Muster erkennen. Oder etwa doch nicht? Hmm… 😉

Also, mir geht es hier im ersten Schritt darum, wie man am besten die Kamera einstellt und das Licht “liest”. Klar, man kann jetzt ganz akribisch das Licht mit einem Belichtungsmesser messen und dann die Kamera oder die Blitze justieren. Das geht mit den heutigen Kameras allerdings auch etwas leichter, denn aktuelle Kameras haben alle einen Belichtungsmesser eingebaut. Als Sinnvoll hat sich bei Portraits folgendes Vorgehen erwiesen:

 

  1. Festlegung der Blende: hier kann man gut und gerne die Zeitautomatik in der Kamera einstellen um schneller an das gewünschte Ergebnis zu kommen. Einfach die gewünschte Blende und ISO einstellen und die Kamera den Rest machen lassen.
  2. Spotmessung auf die Haut im Gesicht: hier gehe ich recht nah an das Model heran um das Licht zu messen und nutze dann die AE-Speicherung (Belichtungsspeicherung) in der Kamera. Wichtig ist, dass ihr hier wirklich die Belichtung auf der Haut messt, denn ansonsten ist das Foto meistens über- oder unterbelichtet. Betrachtet doch das Foto am Ende diese Blog-Beitrages. Wäre hier nicht manuell auf die Haut belichtet worden, wäre das Bild gnadenlos unterbelichtet worden (aufgehellt habe ich hier noch mit einem Reflektor).
  3. Jetzt wähle ich den Bildausschnitt und erstelle ein erstes Probefoto.
  4. Begutachtung der Probeaufnahme und Übertragung der Einstellungen ins manuelle Programm.
  5. Erneutes Probefoto.
  6. Korrektur von ISO und/oder Belichtungszeit solange, bis das Bild gut ausgeleuchtet ist.

 

Mit etwas Erfahrung werdet ihr merken, dass das alles gar nicht so schwer ist. Meistens bin ich von Anfang an schon im manuellen Modus und schätze das Licht ab. Ihr werdet sehen, dass ihr früher oder später ein ganz gutes Gespür dafür bekommt und meist schon mit dem ersten Probefoto ganz gut landet. Wichtig ist natürlich, dass die Belichtungszeit nicht zu kurz ist, denn sonst wird es etwas unscharf. 😉 Sollte die Belichtungszeit zu lange sein, müsst ihr entweder über die Blende oder den ISO-Wert ausgleichen.

Ist doch gar nicht so schwer, oder? Probiert es aus und ihr werdet sehen, dass die Ergebnisse ziemlich gut werden. Wenn ihr mit den Probefotos zufrieden seid und ihr nichts an der Lichtsituation ändert werdet ihr merken, dass die jetzt entstehenden Bilder eine Kontinuität haben – ganz anders, als ihr es aus dem (Halb-) Automatikprogrammen der Kamera kennt.

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