Canon EOS RP Test

Ja, ich habe mir eine Canon EOS RP gekauft. Warum? Darum!
Wenn ihr den Bericht lest, wisst ihr, warum ich sie gekauft habe. Ob es sich gelohnt hat? Das lest ihr auch…

!!! Achtung !!!
Bei den Links handelt es sich um Werbe-Links mit denen ich diesen Blog finanziere. Kauft ihr über einen dieser Links ein Produkt, unterstützt ihr diesen Blog. Ihr zahlt natürlich nur den normalen Preis. Vielen Dank für eure Unterstützung!

Vorweg möchte ich sagen, dass die EOS RP von vielen Kritikern “durch den Quark gezogen wurde”. Schaut man rein auf die Spezifikationen mag das so sein. Ich selbst bin kein “Pixel Peeper”, daher muss für mich einfach das Handling passen. Und am Ende natürlich auch die Qualität der Fotos.

Als Hauptkamera auf Hochzeiten nutze ich eine Canon EOS 5D Mark IV. Das ist eine wirkliche Superlösung! Hier passt einfach alles und ich kann sie blind bedienen. Der Vorgänger war bei mir die 5D Mark II, welche ich heute als Backup-Kamera nutze. Ebenfalls eine super Kamera, allerdings ist die Dynamik und vor allem der Fokus im Vergleich zur 5D Mark IV nicht ganz so gut. Das bedeutet aber nicht, dass es eine schlechte Kamera ist. Im Gegenteil!

Meine Überlegung zur Canon EOS RP

Als damals die Canon EOS R als erste spiegellose Canon Vollformatkamera angekündigt wurde, fand ich das alles schon ziemlich spannend. Gestört hat mich allerdings die Touchbar. Außerdem möchte ich gerne Rädchen haben und darüber (blind) Blende und Verschlusszeit verstellen können. Das ging bei der R leider nicht.

Als dann die spiegellose Canon EOS RP angekündigt wurde, habe ich die Spezifikationen angeschaut. Das Einzige, was mich wirklich gestört hat, war die Tatsache, dass die kürzeste Verschlusszeit bei 1/4.000 Sek. liegt und dass ich im Vergleich zur 5D Mark IV einen “schlechteren” Sensor mit geringerer Auflösung habe. Und natürlich der Akku. Aber hey, ich nutze den gleichen Akku in meiner Canon EOS M5 und bin mit der Leistung sehr zufrieden. Gerade im Urlaub nutze ich eine Akkuladung über mehrere Tage. Warum soll der gleiche Akku also in der RP weniger gut sein? Also kaufen! 😉

Canon EOS RP: der erste Eindruck

Mein erster Eindruck der RP fiel eher vernichtend aus. Ich habe die Kamera abends zu Hause getestet und irgendwie kam ich nicht so richtig damit zurecht. Nicht mit der Kamera und der Bedienung der EOS RP selbst, eher wurde ich mit dem Menü nicht richtig warm. Ich meine klar, das Menü war ein Canon-Menü und ich fand mich weitestgehend zurecht, aber im Vergleich zur 5D Mark IV waren die Einstellungsmöglichkeiten doch nicht auffindbar. Zuerst wollte ich sie zurück schicken, habe mich dann aber noch mal etwas ausgiebiger damit auseinander gesetzt und (glücklicherweise) festgestellt, dass ein paar Einstellungen einfach an anderer Stelle zu finden waren.

Die 4K Videoaufnahmen an der EOS RP funktionierten anfangs gar nicht, also habe ich eine Support-Anfrage bei Canon gestellt. Die Lösung: die Speicherkarte einmal in der Kamera formatieren. Also ausprobieren. Funktioniert! Vielen Dank an dieser Stelle für den wirklich sehr freundlichen und sehr schnellen Service vom Canon Support!

Die nächsten Testfotos

Irgendwie wollte ich noch nicht aufgeben. Also machte ich ein paar weitere Testfotos und ich nahm den Autofokus etwas genauer unter die Lupe, denn sie sollte ja meine 5D Mark II ablösen. Und der Fokus sollte auf jeden Fall um Welten besser sein.

Die ersten Ergebnisse waren dann auch wirklich super, der AF saß so ziemlich auf jedem einzelnen Foto. Und das, obwohl ich sich bewegende Motive fotografierte! Ganz zu schweigen zur Augenerkennung. Spot on – hier passt aus meiner Sicht alles! Jetzt kenne ich natürlich nicht den Vergleich zu aktuellen vergleichbaren Kameras, aber für mich ist es tatsächlich DIE Lösung! Ich habe vor einiger Zeit mal (jetzt noch aktuelle; Stand: März 2019) spiegellose Vollformat-Kameras von Sony getestet und da gab es in einigen Situationen Schwierigkeiten. Diese konnte ich unter vergleichbaren Situationen mit der neuen EOS RP nicht feststellen.

Dann brauchte ich einen Praxistest…

Das erste echte Shooting mit der Canon EOS RP

In der letzten Woche hatte ich dann das erste echte Shooting mit der EOS RP. Hier wollte ich mehrere Situationen testen: Portraits (Augen-AF), Fotografieren im (fast) Dunklen und Fotografieren mit Gegenlicht. Um es kurz zu machen: die Canon EOS RP hat mich absolut überzeugt. In allen Situationen hat sie wirklich super Ergebnisse abgeliefert!

Fazit: meine Verwendung der EOR RP

Nachdem ich die RP nun während eines ersten Shootings auf Herz und Nieren getestet habe kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass sie ein treuer Begleiter werden wird. Ich werde sie zwar auf Hochzeiten nicht als Hauptkamera nutzen (sie hat nur einen Kartenslot und ich kann daher kein direktes Backup auf eine zweite Speicherkarte erstellen), aber ansonsten werde ich sie vor allem unterwegs und bei Fotoshootings nutzen.

Ach ja… die Akkuleistung der Canon EOS RP

Die Akkuleistung ist mit 250 Fotos angegeben. Zum ersten Shooting mit der RP habe ich insgesamt drei Akkus mitgenommen, das Ladegerät habe ich zu Hause gelassen, denn mit drei Akkus müsste ich ja schon auskommen.

Nach dem Shooting kam ich mit insgesamt 1.638 Fotos nach Hause (so viele mache ich während eines Shootings ansonsten nicht – ich wollte ja die Kamera testen ;-)), einem halb vollen Akku in der Kamera und mit meinen zwei komplett unberührten vollen Akkus. Ist das nicht der Hammer?

Für mich ist die Canon EOS RP eine ganz klare Kaufempfehlung!

Hier noch ein paar Fotos, die ich mit der Canon EOS RP während des ersten Shootings gemacht habe. Die Fotos sind alle unbearbeitet, lediglich beim Foto mit der Kapuze auf dem Kopf habe ich die Belichtung etwas reduziert.

Viele Grüße
Euer Christian

Getagged mit: , , , , , , ,